Das macht Deutschlands WM-Hoffnung Kurz so stark

Das macht Deutschlands WM-Hoffnung Kurz so stark

15. Juni 2020 Spordbild 0

Im alles entscheidenden Moment behielt Nico Kurz die Ruhe. Anstatt im letzten Leg im Finale der HYLO CARE Darts Super League Germany ein ungünstiges Doppel anzuwerfen, stellte sich der neue deutsche Darts-Star die Doppel-16.

Sein Gegner Dragutin Horvat hatte noch zu viele Punkte für einen Checkout. Auch wenn Kurz danach nicht mit der nächsten Aufnahme das Match beendete und Horvat einen Dart auf Doppel verfehlte, hatte er in einem dramatischen Moment dennoch Nervenstärke bewiesen.

Diese zeichnete den 23-Jährigen schon bei seinem bemerkenswerten WM-Debüt 2020 aus, als er sich in Runde 3 kämpfte und dabei James Wilson und Joe Cullen, zwei routinierte Profis, aus dem Turnier warf.

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Auch auf der Bühne des Alexandra Palace strahlte er eine Gelassenheit aus, die seinesgleichen sucht. Zusammen mit seinem technisch vorbildlichen Wurfstil hat Kurz beste Voraussetzungen, um eine große Karriere hinzulegen.

Kurz schlägt Horvat im Finale

Den nächsten Schritt dabei machte der Hanauer dank eines Mega-Comebacks im Finale der Super League Germany in München. Durch das 10:9 gegen Horvat hat sich Kurz als erster Deutscher für die PDC-Weltmeisterschaft (11. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021) qualifiziert.

Der Titelverteidiger lag im hessischen Duell schon mit 4:8 zurück, ehe er seine furiose Aufholjagd im Entscheidungsleg krönte.

“Ich bin mega glücklich, mir fehlen ein bisschen die Worte”, sagte Kurz bei SPORT1 nach der sportlichen Achterbahnfahrt im Modus “Best of 19” .

Break-Festival zwischen Kurz und Horvat

Beide Akteure begannen höchst inkonstant, ließen sich zunächst gleich jeweils zweimal breaken. Kurz war es, der dann als Erster vorübergehend seinen Rhythmus fand: Der Industriemechaniker checkte eine 110, ging so mit einer 3:2-Führung in die erste Pause.

Danach allerdings verpasste es Kurz sogleich, seinen Vorsprung auszubauen, kassierte abermals den Ausgleich, in dem er drei Pfeile auf die Doppel-10 ausließ – wie die Doppelquote auch danach bei dem 23-Jährigen noch eine Weile schwankender blieb als bei Horvat .

Folge: Dank dreier 180er und einem zwischenzeitlichen Average von 94 schlug “Herkules” zurück. Mehr als das: Horvat zog nach einem 121-Checkout seinerseits mit 4:3 in Front – und erhöhte die Führung mithilfe weiterer Breaks und einer souveränen Triple-Quote bei hohen Aufnahmen auf 8:4.

Schon Halbfinale gegen Clemens als Nervenschlacht

Kurz, der bereits im Halbfinale mächtig gefordert war, in dem er sich nach einem 9:7-Thriller gegen den favorisierten Gabriel Clemens durchgesetzt hatte, gab sich dennoch keineswegs geschlagen und bewies danach bemerkenswerte Kämpferqualitäten.

Die Belohnung: Der Blondschopf verkürzte mit drei gewonnen Legs und wiederlangtem Triple-20-Händchen zunächst auf 7:8, setzte dabei mit 180ern empfindliche Nadelstiche.

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Horvat konterte zwar ebenso noch einmal mit dem Maximum, wich nicht mehr ab von einem 96er-Average. Doch am Ende gab es für Kurz das Happy End, als der nach dem 9:9 das Entscheidungsleg für sich entschied, aus sechs Matchdarts für die Doppel-16 effizient und glücklich Kapital schlug.

Hopp und Clemens mit guten WM-Chancen

Kurios: Auch Horvat, der im Halbfinale Michael Unterbuchner mit 9:3 aus dem Wettbewerb geworfen hatte, besaß noch die Chance zum Sieg, vergab allerdings einen Matchdart sowie ein High Finish von 141 Punkten. so dass schließlich doch sein 21 Jahre jüngerer Widersacher wie bereits 2019 triumphierte.

Damit hat sich Kurz so ein wenig hinter Max Hopp und Clemens als Nummer drei in Darts-Deutschland etabliert. Martin Schindler rutscht in der PDC-Rangliste immer weiter ab, da er nicht die Ergebnisse erreicht wie noch 2018.

Deutschlands Spitzenspieler Hopp, der das Finale als Co-Kommentator für SPORT1 begleitete, besitzt als 23. der Weltrangliste ebenfalls gute Chancen auf eine WM-Teilnahme in London. Clemens dürfte es ebenfalls schaffen, wenn er auf der Tour an seine Leistungen von 2019 anschließt.

Coronakrise macht Strich durch die Rechnung

Die HYLO CARE Darts Super League Germany fand zum achten Mal statt und vereint jährlich 16 der besten deutschen Spieler. Das Finale hätte ursprünglich erst im November ausgetragen werden sollen. Wegen der Coronakrise konnte das Turnier aber nicht wie geplant durchgeführt werden.

Modus und Termine wurden komplett überarbeitet, Publikum gab es nicht. 

Der Finaltag im Überblick: 

Finale (Best of 19 Legs)

Nico Kurz – Dragutin Horvat 10:9

Halbfinale (Best of 17 Legs) 

Gabriel Clemens – Nico Kurz 7:9
Michael Unterbuchner – Dragutin Horvat 3:9

Viertelfinale (Best of 15 Legs)

Gabriel Clemens – Manfred Bilderl 8:1
Nico Kurz – Kevin Münch 8:5
Steffen Siepmann – Dragutin Horvat 6:8
Daniel Klose – Michael Unterbuchner 4:8

https://www.sport1.de/darts-sport/2020/06/darts-hylo-care-super-league-germany-finale-nico-kurz-besiegt-dragutin-horvat

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