Bundesliga-Stars setzen Zeichen gegen Rassismus

Bundesliga-Stars setzen Zeichen gegen Rassismus

31. Mai 2020 Sportbild 0

Borussia Mönchengladbach ließ im ersten Durchgang gegen Union Berlin nichts anbrennen und ging dank der Tore von Florian Neuhaus und Marcus Thuram mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause.

In diesen Tagen gibt es aber weitaus wichtigere Dinge als Fußball, wie Thuram bei seinem Torjubel verdeutlichte – genauso wie Jadon Sancho im Spiel von Borussia Dortmund beim SC Paderborn.

Nachdem der Franzose Thuram in der 41. Minute mit seinen Teamkollegen angeklatscht hatte, kniete er sich mit gesenktem Haupt auf den Boden und gedachte mit dieser Geste des verstorbenen US-Amerikaners George Floyd, der Anfang der Woche bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen war.

Sancho traf nach 57 Minuten für den BVB in Paderborn und entledigte sich seines Trikots, um das Shirt darunter mit der Botschaft “Justice for George Floyd” (Gerechtigkeit für George Floyd) zu präsentieren. Für das Ausziehen des Trikots kassierte der Engländer den Regeln entsprechend die Gelbe Karte.

Rose unterstützt Thuram

Die Thuram-Geste erinnert an NFL-Star Colin Kaepernick, der im August 2016 während der US-Nationalhymne niederkniete, um ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt zu setzen.

“Er hat es auf den Punkt gebracht, er hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, was wir natürlich alle komplett unterstützen”, sagte Gladbachs Trainer Marco Rose über die Szene während der Partie, die sein Team mit 4:1 gewann. “Ich glaube, dass alle das komplett mittragen, dass alle den gleichen Gedanken tragen wie er.”

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Teamkollege Matthias Ginter fügte in der ARD hinzu: “Wenn man mitbekommt, was in Amerika so los ist, finde ich es gut, dass er sich da so klar positioniert.”

Auch Thurams Vater Lilian, Weltmeister von 1998, ist für sein großes Engagement im Kampf gegen Rassismus bekannt und gründete 2008 die Stiftung “Fondation Lilian Thuram – Éducation contre le racisme”. 

Auch McKennie gedenkt Floyd

Bereits am Samstag hatte der Schalker Weston McKennie bei der Begegnung gegen Werder Bremen ein starkes politisches Statement gesetzt. 

Der US-Amerikaner trug über dem Trauerflor, mit dem alle Bundesliga-Klubs den Opfern der Coronavirus-Pandemie gedenken, ein von Hand geschriebenes Solidaritätsband für den verstorbenen Floyd. “Justice for George” forderte der Mittelfeldspieler. 

Der dunkelhäutige Floyd war von einem Polizeibeamten minutenlang mit dem Knie im Nacken am Boden festgehalten worden, wie Videoaufnahmen zeigen. Auch auf Floyds flehenden Hinweis, dass er keine Luft mehr bekomme, ließ der Beamte nicht ab. Wenig später starb Floyd an den Folgen.

Seitdem gingen tausende US-Bürger auf die Straße und protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA.

https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/05/borussia-moenchengladbach-marcus-thuram-setzt-zeichen-gegen-rassismus

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