Bobic bestätigt Eintracht-Hammer

Bobic bestätigt Eintracht-Hammer

2. März 2021 Sportbild 0

Fredi Bobic hat bestätigt, dass er Eintracht Frankfurt im Sommer verlässt.

Der Sportvorstand erklärte seinen Entschluss in der ARD-Sendung Sportschau Thema, die am Dienstag ausgestrahlt wird.

“Es ist klar, dass ich 2021, jetzt im Sommer, den Verein verlassen werde”, sagte Bobic.

Sky hatte bereits am Montag berichtet, dass Bobic seinen Wechselwunsch intern bereits kommuniziert habe.

Die Eintracht selbst äußerte sich derweil noch deutlich reservierter. “Fredi Bobic ist vor drei Wochen auf mich zugekommen und hat mich über seine Überlegungen bezüglich einer Auflösung seines bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrages nach dem Ende der laufenden Saison informiert”, wird Philipp Holzer in einer Pressemitteilung zitiert. 

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wollte eine finale Entscheidung nicht bestätigen.

“Wir haben verabredet, entsprechende Gespräche über einen Verbleib oder einen vorzeitigen Wechsel zu führen und darüber im Sinne des sportlichen Erfolgs der Eintracht absolutes Stillschweigen zu wahren. Die Gespräche sind gegenwärtig noch nicht abgeschlossen und werden erst nach der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte März fortgesetzt.“

Geht Bobic nach Berlin?

Der 49-Jährige hat bei den Hessen noch einen Vertrag bis 2023, gilt allerdings schon seit Wochen als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Michael Preetz bei Hertha BSC. Dort wird seit dessen Freistellung ein neuer Geschäftsführer Sport gesucht.

Bobic hatte seine Zukunft zuletzt stets offen gelassen. Aussagen wie: “Ich bin sehr glücklich mit dem, was ich hier mache. Aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Das habe ich immer gesagt”, hörte man von ihm häufiger. Nun ist seine Entscheidung gefallen.

Bei Radio FFH hatte Frankfurter Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer am Montag noch gehofft: “Wir befinden uns mit Fredi in Gesprächen über die zukünftige Ausrichtung der bislang sehr erfolgreichen Zusammenarbeit. Er hat bei uns noch zwei Jahre Vertrag.”

Bruchhagen bedauert Bobics Abgang

Bei der Eintracht schwang sich der ehemalige Bundesligaprofi zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren auf. Unter seiner Anleitung gelang unter anderem der DFB-Pokal-Sieg im Jahr 2018. Aktuell ist Frankfurt eine der formstärksten Mannschaften in Deutschland.

“Ich würde es sehr bedauern, wenn Fredi der Eintracht den Rücken kehrt”, sagte Frankfurts früherer Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen am Dienstag bei SPORT1: Ich habe an seiner Inthronisierung beziehungsweise meiner Nachfolge auch mitgearbeitet, und Fredi hat alle Erwartungen hochgradig erfüllt.”

Allerdings werde es den Verein “auch ohne Fredi weiter geben. Man ist gut aufgestellt, voll handlungsfähig und gut durchorganisiert.” Bruchhagen mache sich “keine Sorgen um die Eintracht, wenngleich es nicht ganz einfach sein wird, die Qualität von Fredi zu ersetzen”.

Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1hatte Bruchhagen zuletzt über den möglichen Berlin-Wechsel gesprochen.

“Carsten Schmidt (Hertha-CEO, Anm. d. Red.) und Fredi würde hervorragend passen”, sagte der 72-Jährige: “Und Fredi lässt sich auch von keinem Investor der Welt irgendetwas einblasen. Das ist völlig ausgeschlossen.”

Als Bobic-Nachfolger gilt Christoph Spycher ein Kandidat. Der frühere Frankfurter Kapitän ist Sportchef bei den Young Boys Bern und gewann mit Eintracht-Coach Adi Hütter, der zuvor bei Bern war, 2018 den Schweizer Meistertitel.

Auch Hübner verlässt Frankfurt

Bobic ist nicht der einzige zeitnahe Abgang in der Führungsetage der Eintracht. Vor kurzem hatte der Klub bekannt gegeben, dass sich Sportdirektor Bruno Hübner im Sommer zurückziehen wird.

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Den Posten Sportdirektor soll es nach SPORT1-Informationen allerdings so nicht mehr geben. Stattdessen plante Bobic eine Umstrukturierung, die Verantwortung sollte auf mehrere Schultern verteilt werden. Auch dem bisherigen Chefscout Ben Manga war dabei eine wichtige Rolle zugedacht. Was aus diesen Plänen nun wird, ist unklar. 

Bobic kam 2016 nach Frankfurt, zuvor hatte er beim VfB Stuttgart und Chernomorets Burgas gearbeitet. Als Profi spielte er unter anderem für den VfB, Borussia Dortmund und auch die Hertha.

https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2021/03/eintracht-frankfurt-fredi-bobic-bestaetigt-sommer-abgang

 

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