10.000 Euro Strafe! DFL bittet Sancho und Akanji zur Kasse

10.000 Euro Strafe! DFL bittet Sancho und Akanji zur Kasse

5. Juni 2020 Spordbild 0

Die Deutsche Fußball Liga hat Geldstrafen gegen Manuel Akanji und Jadon Sancho verhängt. Das gab die DFL am Freitagnachmittag bekannt.

Die Spieler von Borussia Dortmund hatten bei häuslichen Friseurterminen gegen allgemeine Hygiene- und Infektionsschutzstandards sowie insbesondere gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der DFL-Taskforce “Sportmedizin/Sonderspielbetrieb” verstoßen. Erkennbar ist dies auf Fotos, die in klassischen Medien und auf Social Media veröffentlicht wurden.

SPORT1 erfuhr aus Dortmunder Kreisen, dass beide Spieler jeweils 10.000 Euro Strafe aufgebrummt bekamen. Der BVB hatte den beiden Spielern angeboten, den Friseur aufs Vereinsgelände zu holen, doch Sancho und Akanji lehnten das Angebot ab. 

“Es steht außer Frage, dass auch Profi-Fußballer ihre Haare schneiden lassen müssen. Dies muss derzeit jedoch im Einklang mit dem medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen. Der Club hatte seinen Spielern im konkreten Fall auch eine entsprechende Möglichkeit bereitgestellt”, heißt es in der Mitteilung der DFL.

Zorc versteht Verhalten von Sancho und Akanji nicht

Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hatte am Donnerstag sein Unverständnis für die Umsetzung des Friseurtermins kundgetan. “Wir verteidigen den Friseurbesuch nicht, wir versuchen nur, ihn aufzuklären. Natürlich ist dabei immer wichtig, die Hygienebestimmungen einzuhalten. Dass davon Fotos gemacht und gepostet werden, verstehe ich nicht. Dort wurde gegen Maskenpflicht verstoßen”, sagte Zorc am Donnerstag bei der BVB-PK.

Sancho und Akanji hatten sich vor dem Spiel beim SC Paderborn am vergangenen Wochenende (6:1) einen Düsseldorfer Starfriseur nach Hause kommen lassen. Dieser veröffentlichte anschließend Fotos, auf denen weder die Spieler noch er selbst Schutzmasken trugen. Der BVB erklärte am Donnerstag, die Spieler hätten versichert, die Masken nur für den Schnappschuss abgelegt zu haben. Der Friseur habe zusätzlich ein Plastik-Gesichtsschild getragen.

Angeblich hatten vier weitere BVB-Profis die Dienste des Friseurs in Anspruch genommen, darunter Axel Witsel und Thorgan Hazard. Dies ist jedoch nicht durch Fotos belegt. Laut Hygienekonzept dürfen die Profis keinen Besuch empfangen.

https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/06/dfl-bestraft-jadon-sancho-und-manuel-akanji-vom-bvb-wegen-friseurbesuch

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